Kürzlich waren die Kandidatinnen und Kandidaten der SPD für den Rat der Samtgemeinde Niedernwöhren sowie die Kreistagskandidatinnen und -kandidaten zu Gast bei der Freiwilligen Feuerwehr der Samtgemeinde Niedernwöhren. In der Stützpunktfeuerwehr Nordsehl-Lauenhagen wurden sie von Gemeindebrandmeister Gregor Zimmermann und Gemeindejugendfeuerwehrwart Tobias Bödeker empfangen. Im Mittelpunkt des Austausches standen die Entwicklung der Feuerwehren in der Samtgemeinde, die Nachwuchsarbeit sowie die aktuellen und zukünftigen Anforderungen an Ausstattung und Infrastruktur.

Die Samtgemeinde Niedernwöhren verfügt über fünf Ortsfeuerwehren in Meerbeck-Niedernwöhren, Nordsehl-Lauenhagen, Hülshagen, Pollhagen und Wiedensahl. Je nach Standort verfügen die Feuerwehren über unterschiedliche Ausstattungsstufen – von der Grundausstattung über die erweiterte Ausstattung bis hin zur Stützpunktfeuerwehr.

Gemeindebrandmeister Gregor Zimmermann machte dabei deutlich, dass die Feuerwehr in den vergangenen Jahren von einer verlässlichen Zusammenarbeit mit Politik und Verwaltung profitieren konnte: „Wir sind als Feuerwehren in der Samtgemeinde Niedernwöhren dankbar für die gute Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Politik und den ehrenamtlichen Feuerwehrleuten. In den vergangenen 10 bis 15 Jahren konnten dadurch wichtige Planungen umgesetzt und unsere Feuerwehrstrukturen nachhaltig weiterentwickelt werden.“

Gleichzeitig steigen die finanziellen und organisatorischen Anforderungen. „Die Kosten für Ausrüstung, Fahrzeuge und weitere Anschaffungen wachsen kontinuierlich. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an unsere Einsatzkräfte. Das macht teilweise eine umfassendere persönliche und technische Ausstattung notwendig. Für uns ist deshalb entscheidend, dass wir auch künftig gemeinsam vorausschauend planen und investieren“, so Zimmermann.

Ein besonderer Schwerpunkt des Austausches lag auf der Kinder- und Jugendfeuerwehr. Insgesamt engagieren sich in der Samtgemeinde rund 160 Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 18 Jahren. Angeleitet werden sie von mehr als 70 Betreuerinnen und Betreuern. Die Bedeutung dieser Arbeit geht dabei weit über die reine Nachwuchsgewinnung hinaus.

Gemeindejugendfeuerwehrwart Tobias Bödeker betonte: „Die Kinder- und Jugendfeuerwehr ist ein wichtiger Ort der Gemeinschaft. Hier lernen junge Menschen Verantwortung zu übernehmen, füreinander einzustehen und sich in einem starken Team zu engagieren. Gleichzeitig ist die Jugendfeuerwehr die wichtigste Grundlage dafür, dass wir auch in Zukunft ausreichend gut ausgebildete Einsatzkräfte für unsere Ortsfeuerwehren gewinnen können.“

Dass die Nachwuchsarbeit für die Zukunft der Feuerwehren von zentraler Bedeutung ist, zeigen auch die Zahlen: Ein großer Teil der aktiven Kameradinnen und Kameraden kommt aus der Jugendfeuerwehr. Insgesamt engagieren sich derzeit rund 235 aktive Feuerwehrleute in der Samtgemeinde. Hinzu kommen rund 1.541 fördernde Mitglieder, die die Arbeit der Feuerwehren unterstützen.

Für Martin Schmidt, SPD-Kandidat für den Samtgemeinderat aus Niedernwöhren, ist insbesondere die soziale Bedeutung der Jugendfeuerwehr hervorzuheben: „Die Jugendfeuerwehr ist ein Ort der Begegnung. Kinder und Jugendliche lernen dort nicht nur etwas über Feuerwehr und Brandschutz, sondern erleben Gemeinschaft, Verlässlichkeit und gegenseitige Unterstützung. Dieses Engagement verdient unsere Anerkennung und muss auch künftig gute Rahmenbedingungen erhalten.“

Auch ein Blick auf die vergangenen Jahre zeigte, wie frühzeitig in der Samtgemeinde wichtige Weichen gestellt wurden. Bereits 2008 war Niedernwöhren im Landkreis Schaumburg Vorreiter bei der Neuorganisation der Feuerwehr. Dazu gehörten unter anderem die Fusionen der Feuerwehren Meerbeck und Niedernwöhren sowie Nordsehl und Lauenhagen. Begleitet wurden diese Fusionen von Neubauten oder Sanierungen der Feuerwehrhäuser. Ein weiterer wichtiger Meilenstein wird nun mit dem Start des Neubaus des Feuerwehrhauses in Wiedensahl erreicht werden.

Für Ralf Hoffrichter, SPD-Spitzenkandidat für den Samtgemeinderat aus Lauenhagen, zeigt diese Entwicklung, dass langfristige Feuerwehrplanung notwendig ist: „Die Entscheidungen von heute bestimmen die Leistungsfähigkeit unserer Feuerwehren für viele Jahre. Die Samtgemeinde hat in der Vergangenheit gezeigt, dass sie bei der Feuerwehr vorausschauend handeln kann. Diesen Weg wollen wir fortsetzen und dabei sowohl die Einsatzfähigkeit als auch die Bedürfnisse der ehrenamtlichen Kräfte im Blick behalten.“

Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs war die Organisation größerer Veranstaltungen der Gemeindejugendfeuerwehr. Für 2028 ist in der Samtgemeinde Niedernwöhren wieder das nächste Jugendfeuerwehr-Zeltlager geplant. Rund 330 Teilnehmerinnen und Teilnehmer können dabei eine Woche lang gemeinsam ihre Ferien verbringen. Eine solche Großveranstaltung erfordert neben dem eigentlichen Zeltlager auchumfangreiche Vorbereitungen in der Infrastruktur und wird über einen Zeitraum von rund zwei Jahren geplant.

„Das geplante Zeltlager ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie viel ehrenamtliche Arbeit hinter der Jugendarbeit unserer Feuerwehren steckt. Solche Veranstaltungen bleiben bei den jungen Menschen in Erinnerung und stärken den Zusammenhalt über die Grenzen der einzelnen Ortsfeuerwehren hinweg“, betont Heidemarie Hanauske, SPD-Kandidatin für den Kreistag.

Die SPD-Kandidatinnen und -Kandidaten machten deutlich, dass eine leistungsfähige Feuerwehr eine zentrale Aufgabe der kommunalen Daseinsvorsorge ist. Gleichzeitig sei es wichtig, die ehrenamtlichen Kräfte nicht nur mit der notwendigen Ausstattung zu unterstützen, sondern auch die Rahmenbedingungen für ihr Engagement zu sichern.

„Wer eine starke Feuerwehr will, muss auch das Ehrenamt stärken. Das bedeutet für uns, notwendige Investitionen in Fahrzeuge, Feuerwehrhäuser und Ausrüstung genauso ernst zu nehmen wie die Förderung der Kinder- und Jugendarbeit. Die Feuerwehr ist ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Samtgemeinde“, fasste Ralf Hoffrichter die Position der SPD zusammen.

Zum Abschluss des Besuchs bedankte sich der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Noel Herschmann bei den Feuerwehrleuten für den offenen Austausch und das tägliche Engagement: „Wir bedanken uns herzlich bei Gregor Zimmermann, Tobias Bödeker und allen Kameradinnen und Kameraden für die Einblicke in ihre Arbeit. Was die Freiwillige Feuerwehr hier in der Samtgemeinde leistet, verdient großen Respekt. Die vielen Stunden, die Menschen freiwillig für Einsätze, Ausbildung, Nachwuchsarbeit und Organisation aufbringen, sind für unsere Gemeinschaft von unschätzbarem Wert. Dieses Engagement wollen wir als SPD auch weiterhin unterstützen und verlässlich begleiten.“