Kürzlich hat der SPD-Ortsverein Samtgemeinde Niedernwöhren zur jährlichen Mitgliederehrung sowie zur offiziellen Begrüßung der Neumitglieder nach Wiedensahl in das Gasthaus Steuber eingeladen. Insgesamt folgten rund 60 Genossinnen und Genossen, teilweise in Begleitung, der Einladung zum gemeinsamen Schnitzel-Buffet.

Besondere Gäste des Abends waren der heimische Landtagsabgeordnete und Niedersächsische Minister für Wirtschaft, Verkehr und Bauen, Grant Hendrik Tonne, der Landtagsabgeordnete und SPD-Unterbezirksvorsitzende Jan-Philipp Beck sowie die SPD-Landratskandidatin Andrea Stüdemann.

Der Ortsvereinsvorsitzende Noel Herschmann eröffnete die Veranstaltung und betonte, dass es sich hierbei bereits um sein persönliches Highlight des Jahres handele – auch wenn das Jahr noch jung sei.
„Unser Ortsverein lebt vom Zusammenspiel aus Erfahrung und neuen Impulsen. Die langjährige Treue unserer Mitglieder ist das Fundament unserer Arbeit, während neue Genossinnen und Genossen frische Perspektiven und Engagement einbringen. Beides zusammen macht eine lebendige, handlungsfähige SPD vor Ort aus und gibt uns Rückenwind für die kommenden Aufgaben.“

Im Mittelpunkt des Abends stand die Ehrung von neun Jubilaren für ihre langjährige Treue zur SPD und ihr Engagement sowie die offizielle Begrüßung von 13 neuen Mitgliedern im SPD-Ortsverein Samtgemeinde Niedernwöhren.

Besonders hervorzuheben ist die Ehrung des 89-jährigen Genossen Frieder Korff aus Mittelbrink. Er wurde für 70 Jahre Mitgliedschaft durch den Landtagsabgeordneten Grant Hendrik Tonne und den Ortsvereinsvorsitzenden Noel Herschmann ausgezeichnet. Zusätzlich erhielt Korff als Überraschung die Willy-Brandt-Gedenkmedaille – die höchste Auszeichnung, die auf dieser Ebene an Mitglieder verliehen werden kann.

„Diese Medaille ist eine Besonderheit und wird nicht an jedermann verliehen. Der Ortsvereinsvorstand hat sich dazu entschieden, Dir diese Anerkennung zukommen zu lassen. Du hast Dich durch Deine Treue und Zuverlässigkeit um die Sozialdemokratie ganz besonders verdient gemacht“, leitete Tonne die Ehrung für Korff ein.

Zum Abschluss des Abends richtete sich Frieder Korff persönlich mit einigen Worten an die anwesenden Genossinnen und Genossen sowie Gäste: „Ich freue mich sehr über diese Ehrung und die besondere Auszeichnung. Zur SPD bin ich gekommen, weil mich der mutige Widerstand unserer Partei im Jahr 1933 gegen das Ermächtigungsgesetz der Nationalsozialisten tief beeindruckt hat – ein Widerstand, der trotz absehbarer Verfolgung für die Verteidigung der Demokratie stand. Prägend war für mich auch der Besuch der Villa Wannsee, jenes Ortes, an dem die systematische Vernichtung der europäischen jüdischen Bevölkerung beschlossen wurde. Diese historischen Erfahrungen haben mir eindrücklich vor Augen geführt, wie zerbrechlich Demokratie ist und wie wichtig politisches Engagement bleibt.
Seit meinem Eintritt in die SPD im Jahr 1956 habe ich gemeinsam mit unserer Partei viel erlebt und zahlreiche Gesichter kommen und gehen sehen. Willy Brandt war dabei stets mein persönliches Idol. Die Werte von Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität haben für mich bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren. Ich möchte insbesondere die jüngeren Generationen ermutigen, sich weiterhin mit Leidenschaft für diese Werte einzusetzen und unsere Demokratie aktiv mitzugestalten.“