Klönen mit Klüssendorf: Volles Haus und intensive Debatten in Meerbeck
Auf großes Interesse stieß die Veranstaltung „Klönen mit Klüssendorf“ des SPD-Ortsvereins Samtgemeinde Niedernwöhren. Rund 70 Bürgerinnen und Bürger waren in das Dorfgemeinschaftshaus Meerbeck gekommen, um mit dem SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf über aktuelle politische Herausforderungen und die Zukunft der Sozialdemokratie zu diskutieren.
Neben Klüssendorf nahmen auch der Schaumburger Landtagsabgeordnete Jan-Philipp Beck sowie die SPD-Landratskandidatin Andrea Stüdemann an der Veranstaltung teil.
Der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Samtgemeinde Niedernwöhren, Noel Herschmann, begrüßte die zahlreichen Gäste und betonte die Bedeutung des persönlichen Austauschs in bewegten Zeiten: „Die aktuelle politische Lage liefert mehr denn je Anlass dazu, miteinander ins Gespräch zu kommen, statt übereinander zu sprechen. Die angekündigten Sozialreformen, der islamistische Anschlag auf den CSD in Berlin, die angespannte internationale Sicherheitslage, die personellen Entwicklungen innerhalb der Bundesregierung und viele weitere Themen bewegen die Menschen. Deshalb ist es uns wichtig, Politik nicht nur zu erklären, sondern zuzuhören und den direkten Dialog zu suchen.“
In ihrem Grußwort richtete Andrea Stüdemann den Blick auf die kommunalen Herausforderungen im Landkreis Schaumburg: „Der Landkreis Schaumburg steht aktuell vor einem Defizit von rund 50 Millionen Euro. Gerade in finanziell schwierigen Zeiten dürfen wir aber nicht den Fehler machen, bei unserer sozialen Infrastruktur zu sparen. Investitionen in Kitas, Schulen, den öffentlichen Nahverkehr oder die Gesundheitsversorgung sind Investitionen in die Zukunft. Wer heute am falschen Ende kürzt, zahlt morgen als Gesellschaft volkswirtschaftlich einen deutlich höheren Preis.“
In seinem Eingangsstatement machte Tim Klüssendorf deutlich, welchen Anspruch die SPD an ihre Regierungsarbeit hat: „In der Bundesregierung ist es unsere Aufgabe, politische Entscheidungen aktiv mit unseren sozialdemokratischen Grundwerten zu prägen und gegen soziale Ungerechtigkeiten anzukämpfen. Unser Maßstab ist dabei immer, das Leben der Menschen konkret zu verbessern – mit guten, sicheren Arbeitsplätzen, einem starken, funktionierenden Sozialstaat und einer Politik, die für einen bezahlbaren Alltag genauso wie für gesellschaftlichen Zusammenhalt sorgt.“
Die Fragen der Besucherinnen und Besucher wurden während der Veranstaltung auf Bierdeckeln gesammelt und spiegelten die große Bandbreite der aktuellen politischen Debatten wider. Sie reichten von den geplanten Sozialreformen über Europa- und Klimapolitik bis hin zur aktuellen Situation der SPD.
Klüssendorf zeigte sich beeindruckt von der offenen Diskussionskultur: „Die vielen Fragen zeigen wieder einmal, dass sich super viele Menschen intensiv mit Politik beschäftigen und von uns klare Antworten erwarten. Ich nehme viele konkrete Anregungen mit nach Berlin. Genau dieser direkte Austausch ist entscheidend dafür, politische Entscheidungen immer an den Lebensrealitäten der Menschen auszurichten.“
Zum Abschluss der Veranstaltung sorgte der Mittelbrinker Glaskünstler Frieder Korff für einen besonderen Moment. Korff, der Anfang des Jahres für seine 70-jährige Mitgliedschaft in der SPD geehrt worden war, überreichte Tim Klüssendorf als Zeichen des Dankes eine kunstvoll gefertigte rote Socke aus Glas.
Mit der symbolträchtigen Skulptur verband Korff eine Botschaft: „Die roten Socken stehen für das, was die Sozialdemokratie seit Generationen ausmacht: Haltung zeigen, solidarisch handeln und den Menschen auch dann zur Seite stehen, wenn der Gegenwind stärker wird. Ich wünsche mir, dass diese Werte auch künftig das Handeln unserer Partei bestimmen, und möchte Dir daher diese Socke mit ins Willy-Brandt-Haus nach Berlin geben.“
Der SPD-Ortsverein Samtgemeinde Niedernwöhren zog ein positives Fazit der Veranstaltung. „Ein voller Saal, engagierte Fragen und ein offener Austausch auf Augenhöhe zeigen, wie wichtig solche Formate für unsere Demokratie sind. Politik lebt vom Dialog – und genau diesen wollen wir auch künftig in unserer Samtgemeinde ermöglichen“, resümierten die Moderatorinnen Carina Wischhöfer und Jennifer Rekos.