Die Kandidatinnen und Kandidaten der SPD für den Rat der Samtgemeinde Niedernwöhren sowie den Schaumburger Kreistag haben sich im Rahmen ihrer Vor-Ort-Termine mit Vertretern des Anrufbus Niedernwöhren e.V. getroffen. Im Mittelpunkt des Austauschs standen die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements, die Zukunft der Mobilität im ländlichen Raum sowie die Herausforderungen des Vereins.

Die Vorstandssprecher Andreas Schmidt und Bernhard Gläser begrüßten gemeinsam mit Betriebsleiter Daniel Wischhöfer die SPD-Delegation in der Geschäftsstelle des Vereins auf dem Gelände der Samtgemeindeverwaltung in Niedernwöhren.

Die moderne Geschäftsstelle wurde im Jahr 2020 für rund 450.000 Euro errichtet. Sie verfügt über fünf Bildschirmarbeitsplätze sowie einen Aufenthaltsraum für die ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrer. Zwei hauptamtliche Mitarbeitende koordinieren von dort aus den täglichen Betrieb.

Betriebsleiter Daniel Wischhöfer erläuterte: „Mit dem Neubau der Geschäftsstelle haben wir frühzeitig die Weichen für die Zukunft gestellt. Die Räumlichkeiten bieten uns heute die Möglichkeit, den wachsenden organisatorischen Anforderungen gerecht zu werden und unsere ehrenamtliche Arbeit professionell zu unterstützen.“

Die Finanzierung des Vereins erfolgt zu jeweils rund einem Drittel durch den Landkreis Schaumburg sowie gemeinsam durch die Samtgemeinden Niedernwöhren und Sachsenhagen und die Stadt Obernkirchen.

Rund 40 ehrenamtliche Fahrerinnen und Fahrer sorgen unter Woche dafür, dass Menschen ohne eigenes Auto oder mit eingeschränkter Mobilität zuverlässig von Haustür zu Haustür gelangen. Dennoch sucht der Verein kontinuierlich weitere Ehrenamtliche. Wer sich engagieren möchte, benötigt lediglich einen gültigen Pkw-Führerschein und kann sich direkt beim Verein melden.

Vorstandssprecher Andreas Schmidt betonte: „Unser Angebot lebt vom Ehrenamt. Jede neue Fahrerin und jeder neue Fahrer hilft dabei, Menschen im Alltag mobil zu halten und ihnen ein Stück Selbstständigkeit zu ermöglichen.“

Die Erfolgsgeschichte des Vereins begann im Jahr 2003 mit vier ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrern. Zwei Jahre später wurde der Anrufbus Niedernwöhren e.V. gegründet und übernahm den Fahrbetrieb. Im vergangenen Jahr konnte schließlich der 200.000. Fahrgast begrüßt werden – ein beeindruckender Meilenstein für das Mobilitätsangebot.

Vorstandssprecher Bernhard Gläser blickte zuversichtlich in die Zukunft: „Die große Nachfrage zeigt, wie wichtig der Anrufbus für die Menschen vor Ort geworden ist. Unser Ziel ist es, dieses Angebot langfristig zu sichern und möglichst noch weiter auszubauen. Dafür brauchen wir die Unterstützung der Kommunen ebenso wie neue Ehrenamtliche.“

Der SPD-Spitzenkandidat für den Rat der Samtgemeinde Niedernwöhren, Ralf Hoffrichter, unterstrich die Bedeutung des Vereins: „Der Anrufbus ist weit mehr als ein Verkehrsmittel. Das Angebot von Haustür zu Haustür bedeutet für viele ältere Menschen und Personen mit eingeschränkter Mobilität ein großes Stück Lebensqualität und Selbstständigkeit. Dieses Erfolgsmodell verdient auch künftig unsere volle Unterstützung.“

Auch die Kreistagskandidatin Heidemarie Hanauske zeigte sich beeindruckt: „Der Anrufbus beweist eindrucksvoll, was engagiertes Ehrenamt leisten kann. Solche Initiativen stärken den gesellschaftlichen Zusammenhalt und sind ein unverzichtbarer Bestandteil einer lebenswerten Samtgemeinde. Dieses Engagement verdient höchste Anerkennung und verlässliche politische Unterstützung.“